1 Jahr nebenberuflicher Selbstständigkeit

Vor über einem Jahr habe ich meine Selbstständigkeit gestartet. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt gekommen, um auf die vergangenen 12 Monate zurückzublicken. Auf Dinge, die richtig klasse gelaufen, aber auch auf die, die voll in Hose gingen.

Kundenaquise
  1. Bisher war die bezahlte Werbung mein unprofitabelster Kanal der Kundengewinnung. Hier habe ich in ein paar Monaten über 150€ in Google-Ads investiert – wobei „verbraten“ es besser treffen würde – denn dabei kam nicht nur kein Auftrag zustande, es gab nicht mal ein Lead – aber was soll’s – als Google-Aktionär profitiere ich ja indirekt davon ja auch 🙂
  2. Auch der Bereich der Kaltkundenakquise war bisher nicht vom Erfolg gekrönt – steht aber auf jeden Fall in meinem Notizbuch als nächstes ToDo, da stärker einzutauchen.
  3. Das größte Erfolgserlebnis im Bereich Werbung hatte ich, als ich einen Auftrag über meine Webseite an Land ziehen konnte – und zwar über die organische Suche
  4. Insgesamt 3 Kunden habe ich durch mein persönliches Netzwerk erhalten – zum einen über die Empfehlung meiner bestehenden Kunden, bzw. durch die Vermittlung eines Kollegen.
  5. Alle anderen 6 Kunden habe ich über diverse Onlineplattformen zur Vermittlung von Freelancern gefunden, bzw. mich finden lassen
Zahlen & Daten & Fakten
  1. Ich habe über 2000€ in gute Soft- und Hardwareausstattung investiert (näheres in meinem anderen Beitrag)
  2. Ich habe 29 Rechnungen verschickt
  3. Ich habe über 800 Emails geschrieben und über 20 Stunden Kundentelefonate geführt. Meistens ging es um Abstimmungen von Kundenanforderungen. Die 45 Stunden, die ich mit meinen drei Programmiercoachees telefoniert habe, kommen noch extra dazu
Lustiges, Kurioses und Unrelevantes
  1. Durch meine Anmeldung bei Google Ads habe ich zum ersten Mal von Google einen haptischen Brief erhalten.
  2. Ich wusste zwar, dass die Bank N26 ziemlich gut international aufgestellt ist, aber dass meine Kreditkarte aus Madrid verschickt wird, hat mich schon überrascht.
  3. Ich bin vom Landratsamt zur Zahlung von Extramüllgebühren als Gewerbetreibender verdonnert worden. Seltsam, bisher ist mir nicht aufgefallen, dass man als Softwareentwickler besonders viel Müll produziert. Aber wer weiß, vielleicht werden Quellcode-Dateien, die man auf dem Arbeitslaptop im Papierkorb entsorgt, neuerdings auch als mühlgebührenpflichtig eingestuft 🙂
  4. Bei mir haben sich drei Absolventen aus China um eine Stelle beworben.
  5. Da ich beim Programmieren fast immer Musik höre, habe ich unendlich viele tolle Bands bei YouTube entdeckt, hier ein kleiner Ausblick über die Interpreten: Sarah Russel, Christina Novelli, Dash Berlin etc.

Was ist euch am meisten nach dem 1. Jahr als Selbstständiger in Erinnerung geblieben?

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